12.04.2017

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Am 12. April 2012 wurde aktion luftsprung, eine Stiftung für die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Mukoviszidose, vom Stifter Volker Potthoff aus der Taufe gehoben. Die ersten Gedanken und Ideen dazu kamen von und aus dem Umfeld der selbst an Mukoviszidose erkrankten Tochter des Stifters Svenja Potthoff, ohne die es diese Stiftung nicht gegeben hätte. So war es beispielsweise die Physiotherapeutin Gabriele Zundel, die über Schicksale aus den Familien mit Kindern, die an Mukoviszidose erkrankt waren, berichtete. Hier musste wenigstens mit finanzieller Unterstützung in größter Not geholfen werden. Aus einer spontanen Hilfe entstand die Idee einer Stiftung. Den Namen „luftsprung“ kreierten Tochter Svenja Potthoff gemeinsam mit ihrer Physiotherapeutin Gabriele Zundel, der sowohl auf die wichtige therapeutische Übung des Trampolin-Springens, als auch auf die freudigen Momente im Leben – ungeachtet einer Erkrankung – hinweist.

In der Anfangsphase stand die Nothilfe im Vordergrund. Doch das erweiterte Team, das sich von luftsprung begeistern ließ, erkannte schnell, dass es ein Bedürfnis bei jungen Menschen mit chronischer Erkrankung gab, das so noch nicht systematisch adressiert war, nämlich die Integration in das Berufsleben. So bot aktion luftsprung rund um die im Coaching erfahrene Elke Werner schließlich auch ein Mentoring Programm an. Es bildeten sich erste Kooperationen u.a. mit dem Mukoviszidose e.V. und den CF-Ambulanzen, die sich um die medizinische Betreuung von Mukoviszidose Patienten kümmern. Das Angebot der Stiftung kam gut an – bislang betreute die Stiftung über 60 Mentees (Klienten). Mittlerweile umfasst das Mentoren Team drei Mentorinnen. Seit kurzem hat die Stiftung mit ihrem Projekt luftsprung pro ihr Angebot auch auf Menschen mit anderen systemischen chronischen Erkrankungen, wie chronisch entzündliche Darmerkrankungen, rheumatoide Arthritis und Multiple Sklerose erweitert.

Die Mission von aktion luftsprung, die im Jahr 2016 entwickelt wurde, lautet „Verbesserung der Chancengleichheit von jungen Menschen mit chronischen Erkrankungen“. Im Jahr 2016 vergab aktion luftsprung erstmalig fünf Stipendien für die Berufsausbildung bzw. das Studium junger Menschen mit chronischer Erkrankung.

Das Ziel ist Brücken zu bauen zwischen chronischen Talenten und der Berufswelt. Dafür müssen Unternehmen und andere potenzielle Arbeitgeber sensibilisiert und die Stärken betroffener junger Menschen sichtbar gemacht werden. Mit dem Projekt luftsprung pro werden Unternehmen, Betroffene und öffentliche Stellen an einem runden Tisch zusammen gebracht. In Kürze erscheint ein mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration erarbeiteter Leitfaden für Arbeitgeber.

Das „Start-up“ aktion luftsprung ist in die Wachstumsphase gekommen. Das Team von aktion luftsprung will noch viel bewirken und mit aller Kraft einen guten Beitrag für die Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit chronischer Erkrankung leisten.

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