10.07.2017

 Die Zusammenarbeit zwischen Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) und aktion luftsprung nimmt Fahrt auf: am 22. Juni haben sich junge Betroffene und Mitarbeitende der Geschäftsstelle der DCCV gemeinsam mit Mitgliedern des luftsprung Teams in Frankfurt zu einem Workshop mit dem Titel „Mentoring und Berufsbegleitung von jungen Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen“ getroffen.

Junge Betroffene und Mitarbeitende des DCCV trafen sich gemeinsam mit Mitgliedern des luftsprung Teams in Frankfurt zu einem Workshop

Insbesondere konnten die Teilnehmer, die selbst an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden, Ihren Tagesablauf und ihre Bedürfnisse im Beruf anschaulich erläutern. Daraus ergaben sich wichtige Erkenntnisse für das teilnehmende luftsprung-Mentoring Team. Betroffene brauchen Planbarkeit im Tagesablauf, gerade auch im Arbeitsumfeld. Über 15 Toilettengänge täglich sind keine Seltenheit. Dazu kommen Entzündungsschübe und Schmerzen. „Es ist für mich dann schon eine große Herausforderung, den Klassenunterricht nicht unterbrechen zu müssen, um auf die Toilette zu gehen. Manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden. Da braucht es Verständnis der Kollegen und der Schüler“ so Anna Wagner, Lehrerin in Niedersachsen. Wie häufig bei Menschen mit chronischer Erkrankung haben die Betroffenen eine hohe Motivation und finden immer neue Wege, mittels ihrer hohen Disziplin, die Erkrankung mit dem Berufsleben in Einklang zu bringen. „Wir haben anhand der authentischen Schilderungen dazu lernen können, wie wir im Mentoring auf die spezifischen Bedürfnisse der Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen in unserem Mentoring Programm eingehen können“ so Elke Werner, Leiterin des luftsprung pro-Mentorings. „Ich freue mich darauf, Menschen mit Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder ähnlichen Erkrankungen dabei zu unterstützen, ihre chronischen Talente zur Entfaltung zu bringen“ meinte Julia Preiß, luftsprung Mentorin und Ansprechpartnerin für Klienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Volker Potthoff, Stifter und Kuratoriumsvorsitzender der aktion luftsprung war begeister: „Dieser Workshop war ein starker Beginn einer wunderbaren freundschaftlichen Zusammenarbeit mit der DCCV“. Stefan Zipter, Verbandsgeschäftsführer der DCCV ergänzte: „Wir sind sehr konkret geworden dabei, wie Betroffene, in Sachen Berufseingliederung unterstützt werden können, und schätzen das Engagement der Stiftung in diesem Bereich sehr“.

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