14.10.2016

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Stipendienverleihung der aktion luftsprung im Rahmen der „unplugged-Konzertreihe“ der Stiftung in Zusammenarbeit mit den Lions Club Bad Homburg-Hessenpark.

Unter dem Motto „Mach Dein Ding“ wurden am Samstag, 08. Oktober, im Haus am Dom in Frankfurt zum ersten Mal Stipendien der Stiftung aktion luftsprung für Auszubildende und Studenten verliehen. Begrüßt wurden die Stipendiaten und rund 100 Gäste von Marcus Meinhardt und Mischa Towfighi, Präsident und Vize-Präsident des Lions Club Bad Homburg Hessenpark, sowie dem Stifter Volker Potthoff. Mit einer Rede über Mut, Durchhaltevermögen und die Kraft des positiven Denkens beschrieb Potthoff das Motto des Abends treffend: „Die luftsprung campus-Stipendiaten haben sich selbst die Antworten auf die existenziellen Fragen gegeben und eine Grundsatzentscheidung getroffen: Wir wollen und haben eine Zukunft! Wir müssen unsere gesundheitlichen Einschränkungen annehmen, aber wir lassen diese nicht zum Diktator unseres Lebenswerkes werden. Wir gehen unseren eigenen Weg, bauen auf unsere Stärken, nehmen Risiken in Kauf – sind mutig“.

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Die Stiftung hat 2015 das Projekt luftsprung campus gestartet, bei dem fünf jungen chronisch erkrankten Talenten Jahres-Stipendien im Gesamtwert von 24.000 EUR zur Verfügung gestellt werden, die ihnen während des Studiums finanzielle Entlastung bieten soll. Gefördert werden Kandidaten, insbesondere mit der Erbkrankheit Mukoviszidose, mit hoher Leistungsbereitschaft, Engagement und einem Lebensweg, der nach dem Motto „auf keinen Fall aufgeben“ verlaufen ist. „Diese jungen Menschen sind großartige Vorbilder auf ihrem Weg zu einem erfüllten Berufsleben. Niemals aufgeben und unbeirrt ihren Weg verfolgend sind sie und ihre Geschichten Leuchtturmfunktion für viele chronisch Erkrankte. So ist es an uns allen diese Geschichten weiter zu erzählen und Mut zu stiften“, sagte Florian Ünver, Vorstandsvorsitzender von aktion luftsprung in seiner Rede zur Preisverleihung.

Ausgezeichnet wurden fünf Stipendiaten mit der Erbkrankheit Mukoviszidose . Aus zahlreichen Bewerbern wurden die Preisträger von einer Bewilligungskommission an diesem Abend vertreten durch Antje Gutsche, Mitglied des Vorstands der Kinderhilfe Organtransplantation (KiO), ausgewählt.

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Begrüßt wurden die Stipendiaten auch von der stellvertretenden Vorsitzenden des Mukoviszidose e.V., Diana Hofmann, die eine sehr bewegende Ansprache über Krankheit und Leistungswillen hielt. Das Credo „Mach Dein Ding!“, das sie als chronisch Erkrankte und zweifach Organtransplantierte sehr authentisch zu unterstreichen vermochte, bezog auch die Akzeptanz der Krankheit ein, und die Fähigkeit Hilfe anzunehmen lernen und auf sein Netzwerk zu vertrauen.

 

Die Stipendien gingen an Marco Meyer (Humanmedizin), Eva Bleser (Geschichte und klassische Archäologie), Carina von Stackelberg (angewandte Psychologie), Eva Sahlfeld (Musikerziehung) und Laura-Fee Wloka (Orientalistik, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Geographie).

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Das musikalische Highlight der Preisverleihung bildete, wie immer bei Veranstaltungen von aktion luftsprung, ein unplugged-Konzert. „Diesmal hatte das Stiftungsmitglied Ulrich Hartmann, selbst Betroffener und Absolvent der Musikhochschule Mannheim, Bachelor im Fach Jazzschlagzeug und aktuell Masterstudent an der Pop-Akademie Mannheim (Performing Artist, Drums), wieder zwei herausragende Talente mitgebracht:“ Akina Ingold (Gesang, Pop-Akademie Mannheim) und Jan David, Gitarre, Absolvent der Musikhochschule Mannheim). Sie nahmen die begeisterten Zuhörer mit auf eine musikalische Reise und interpretierten neben einigen Stücken von Akina Ingold Hits von Beyoncé über Beatles bis hin zum Stiftungs-Motto-Song „Heart Of Life„ von John Mayer.

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Umrahmt wurden die Feierstunden von einem weiteren musikalischen Highlight. Während der Begrüßung und nach dem Konzert unterhielt Hilde Müller, Piano, Absolventin der Musikschule in Dinkelsbühl, die Gäste mit ihren virtuosen Improvisationen am Klavier.

Ergänzt wurde die Preisverleihung durch einen inspirierenden und Mut machenden Vortrag eines ungewöhnlichen jungen Mannes mit Mukoviszidose, der den Anwesenden von seiner Reise durch Afrika erzählte, über die er auch ein Buch schrieb: „Mein eigener Weg“ ist das Erstlingswerk von Joshua Steinberg, eine Erzählung über seine Erlebnisse auf einer sieben monatigen Reise, die ihn von Wetzlos bis nach Kapstadt führte, rund 33.000 km auf dem Motorrad, einer alten Reise-Enduro. Der an Mukoviszidose erkrankte Steinberg ging gegen viele gut gemeinte Ratschläge unbeirrt seinen Weg und setzte seinen Herzenswunsch in die Tat um. Nun erzählt er von seinen Erlebnissen, bietet vielen chronisch kranken Menschen Rat und ist überzeugt davon, dass Jeder sich seinen Traum erfüllen und unbeirrt seinen Weg verfolgen sollte…egal wohin ihn sein Weg führen mag.

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Tief beeindruckt von der Motivation, den Geschichten, dem Mut und der Kraft der anwesenden chronisch Kranken jungen Menschen, die einfach nur ihren Weg gehen wollen und dies auch unbeirrt und mit großem Erfolg tun, verließen die Gäste das „Haus am Dom“ in Frankfurt.

 

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