27.10.2017

Unter dem Motto „Mach Dein Ding“ hat am Samstag, 21. Oktober, im Haus am Dom in Frankfurt die Stiftung aktion luftsprung zum zweiten Mal Stipendien für Auszubildende und Studenten verliehen. Begrüßt wurden die fünf Stipendiaten und rund 100 Gäste von dem Stifter Volker Potthoff.

 

file8

Die Stiftung hatte im Jahr 2015 das Projekt luftsprung campus gestartet, bei dem fünf jungen chronisch erkrankten Talenten Stipendien im Gesamtwert von fast 30.000 EUR zur Verfügung gestellt werden, um ihnen während des Studiums finanzielle Entlastung zu bieten. Gefördert werden Kandidaten, insbesondere mit systemischen chronischen Erkrankungen wie Mukoviszidose, Multiple Sklerose, chronische Darmerkrankungen oder chronische Rheumaerkrankungen, die mit hoher Leistungsbereitschaft, Engagement und einem Lebensweg, der nach dem Motto „auf keinen Fall aufgeben“ verlaufen ist. „Wichtig und beeindruckend ist auch die Bereitschaft dieser wunderbaren jungen Menschen, trotz eigener großer Einschränkungen noch für andere da zu sein. Unsere luftsprung-Stipendiaten sind großartige Vorbilder auf ihrem Weg zu einem erfüllten Berufsleben“, sagte Volker Potthoff.

Begrüßt wurden die Stipendiaten auch von Diana Hofmann, im Bundesvorstands des Mukoviszidose e.V. zuständig für Erwachsenen CF, die eine bewegende und persönliche Erzählung über eine Lektüre-Erfahrung vortrug und zitierte, in der sich die Hauptfigur trotz aller Widrigkeiten nicht von seinem Weg abbringen lassen mochte und die damit den Charakter der Persönlichkeiten, wie auch der Veranstaltung im Kern genau zusammenfasste.

Ausgezeichnet wurden wieder fünf Stipendiaten, in diesem Jahr mit den Krankheitsbildern Mukoviszidose, Rheuma und chronische Darmerkrankungen. Aus zahlreichen Bewerbern wurden die Preisträger vom aktion luftsprung-Bewilligungsausschuss, an diesem Abend vertreten durch Antje Gutsche, Mitglied des Vorstands der Kinderhilfe Organtransplantation (KiO), Azadeh Bagheri, Kinderärztin an der Uniklinik Gießen und Roman Sick, Start up-Unternehmer ausgewählt.

file4

Nach der Verleihung der Urkunden entlockte Lorena von Gordon, ebenfalls organtransplantierte Mukoviszidose Patientin, mit vielen interessanten Fragen einer charmant moderierten Gesprächsrunde, den Stipendiaten zahlreiche interessante und bewegende Antworten auf die Fragen, wie sie Ihren Alltag und ihre Ausbildung mit der Krankheit meistern, was sie motiviert und was Ihnen für Studium und im Leben wichtig ist.

Die Stipendien gingen 2017 an Abdullah Abdullah (Humanmedizin), Paula Glogowski (Masterstudium der evangelischen Theologie), Sara Julia Grether (Masterstudium der Psychologie), Nicole Knapp (Soziale Arbeit) und Benedikt Ziegler (Masterstudiengang Fotografie/ Photographic Studies).

Den musikalischen Rahmen der Preisverleihung bildete, wie immer bei Veranstaltungen von aktion luftsprung, die luftsprung unplugged-Band von Ulrich Hartmann. file5

Diesmal hatte Ulrich Hartmann, selbst Betroffener, wieder ein großartiges musikalisches Talent mitgebracht: Gemeinsam mit dem Sänger Ziggy Has Ardeur performte er mehrere neu arrangierte Songs von Bob Dylan.

Ein weiteres Highlight des Abends bildete die Ausstellung des Fotokünstlers Benedikt Ziegler, einer der fünf Stipendiaten, der einige Werke unterschiedlichen Formats für die Besucher mitgebracht hatte. Beeindruckend die klare Bildsprache und die innere Schönheit seiner Fotowerke – eine Serie über Rheuma bei Kindern.

Abgerundet wurde die Preisverleihung durch die Übergabe einer namhaften Spende des Lions Club Bad Homburg Hessenpark durch ihren Vizepräsidenten Mischa Towfighi. Als langjährige Unterstützer von aktion luftsprung hat der Lions Club mit einer großzügigen Spende von über 3.500 Euro wieder einmal zur finanziellen Absicherung solcher und anderer Aktivitäten der Stiftung beigetragen.

Tief beeindruckt und bewegt vom Mut und der Kraft der jungen Menschen, die ihrer chronischen Erkrankung die Stirn bieten und trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung ein selbstbestimmtes Leben führen wollen, sowie aller Freunde und Aktiven der Stiftung, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben, verließen die Gäste das „Haus am Dom“ in Frankfurt.

Zurück