Zurück

Menschenwürde zählt!!

Teilhabe ist keine Verhandlungsmasse!

Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt haben 43,8% der Wähler*innen für eine Partei gestimmt, die aufgrund ihrer Wertvorstellungen und ihres Wahlprogramms bestimmte Gruppen ausgrenzen möchte. Das betrifft insbesondere auch Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Behinderungen und Menschen, die die Betroffenen versorgen. Diese Entwicklung besorgt uns zutiefst!

Denn als Stiftung setzen wir uns jeden Tag dafür ein, dass junge Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen gerechte Chancen auf Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben haben. Die Menschenwürde und Zugehörigkeit dürfen nicht davon abhängen, woher jemand kommt, wie jemand lebt oder welche gesundheitlichen Voraussetzungen jemand mitbringt.

Dass Menschen sich nicht gesehen fühlen, Sorgen um ihre Zukunft haben und Veränderung wünschen, muss die Politik ernst nehmen. Aber die Wahl einer Partei, die darauf mit Abgrenzung, völkischem Denken oder der Abwertung von Minderheiten antwortet, kann für uns nicht die Lösung sein.

Gerade im Gesundheitswesen erleben wir außerdem, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind. Ärzt*innen, Pflegekräfte und medizinisches Personal mit unterschiedlichsten Herkunftsgeschichten leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgung vieler Menschen. Wenn ein Teil dieser Personen wegginge, käme dies einer Katastrophe gleich!

Als gemeinnützige Stiftung sind wir parteipolitisch neutral. Wir schauen jedoch auf politische Entwicklungen aus der Perspektive einer Organisation, die die Chancengerechtigkeit junger Menschen mit systemischen, chronischen Erkrankungen voranbringen möchte. Unser Weltbild fußt auf der Menschenwürde und Selbstbestimmung aller und gerechte Chancen sind für uns keine Verhandlungsmasse, sondern die Grundlage, auf der unsere Gesellschaft stehen sollte.